Sarah Kurz — Earthship ein Arbeitsmodell

 

Wie kann ein Ort entstehen, für Menschen, die nicht Teil der jetzigen Arbeitsökonomie sein wollen oder können und ein Ort, der gleichzeitig als Basis zu verstehen ist, die von Leuten genutzt wird, um Rehabilitation, Schutzsuche und Regeneration in Form unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten zu nutzen. Und kann daraus ein neues Arbeits-/Lebensmodell innerhalb dieses experimentellen Raumes entstehen?

 

Für die Abschlussarbeit entschied ich mich für das Medium einer Publikation zum Thema „Earthship-Ein Arbeitsmodell“.

 

Ein Teil der Publikation bildet das Interview mit dem therapeutischen Leiter des Dorfes Melchiorsgrund, indem Menschen mit seelischen Problemen wohnen.

 

In einem weiteren von mir zitierten Interview über das Prinzip der „Sozialraumorientierung“ werden die Mitmenschen in die soziale Arbeit mit einbezogen. Vorhandene finanzielle Mittel werden sinnvoll verteilt und bereitgestellt, bevor es zu spät ist und kostenintensive Therapien und Behandlungen für Menschen nötig werden.

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Zur Verdeutlichung dieses Konzepts unterhielt ich mich mit zwei Sozialpädagogen, deren Plan es ist, „Hilfe unter einem Dach“ genau nach diesem System der Sozialraumorientierung

anzubieten.

 

Im Mittelteil der Publikation befindet sich eine Fotoserie. Hier zeige ich kleine Anekdoten, bei denen ich mich im öffentlichen Raum bewegte.

 

Was ist ein Earthship?

Die Häuser stehen für ökologisch- gesundes Wohnen durch Lehmbau. Eine Führung durch das erste Earthship in Deutschland gab mir einen grundlegenden Einblick in das Konzept des experimentellen Bauens. Diese Lebensräume sind fast ausschließlich selbstversorgend und dadurch auch sehr kostengünstig. Durch Soarenergie, eigenem Wasser-und Pflanzensystem, bekommt der Mensch alles, was er zum Leben braucht.

Durch den Audiomitschnitt dieser Führung durch das Earthship und die Übertragung in die Publikation möchte ich Leute daran teilhaben lassen, dass solche Experimente wirklich funktionieren. In meiner Vorstellung soll nämlich Wohnen weiterentwickelt werden zu Leben.

 

Am Ende des Heftes versuche ich ein imaginäres Bild von dem Ort und meinen Vorstellungen des Platzes zu schaffen. Ein fiktives Interview zwischen zwei Freunden und mir bildet dazu den Rahmen.

 

 

Gabriele Franziska Götz