Alt Plus Minus ist ein Handbuch, welches Senioren den Umgang mit digitalen Kommunikationsformen erläutern und erleichtern soll. Es soll ihnen den Nutzen bewusst machen und ihnen ermöglichen, die digitale Welt des Austauschs kennenzulernen.

»Alt Plus Minus« richtet sich grundsätzlich an alle, die viel zu erzählen und viel zu zeigen haben oder sich einfach nur inspirieren lassen möchten. Inhaltlich stelle ich in meiner Abschlußarbeit fünf interaktive Plattformen des Web 2.0 vor, die beispielhaft für viele andere stehen. Das Handbuch dient der Erläuterung, was digitale Kommunikationsplatt-

formen sind und warum so viele Menschen sie heutzutage benutzen, nicht aber wie man sie bedient. Es soll Antworten liefern und Ängste abbauen. Vor allem soll es Senioren motivieren, sich mit ihnen auseinander zu setzen und diese zu nutzen, denn dies kann ihren Lebensalltag erleichtern und bereichern.

Für viele Senioren stellt die digitale Kommunikationswelt noch immer ein großes Fragezeichen dar. Eine verbreitete Problematik sind dabei die technischen Anforderungen. Daher sind Senioren oftmals eingeschüchtert und haben Hemmungen, sich mit diesem Medium auseinander zu setzen. Die meisten, für sie nutzbaren Dienste im Internet setzen jedoch gar nicht so hohe technische Kenntnisse voraus. Viel problematischer ist, dass ältere Menschen über die meisten Dienste und Funktionen im Internet lediglich nicht informiert sind. Ich habe mich bei der Umsetzung des Themas für die Buch-Form entschieden, da diese ein vertrautes und intuitiv nutzbares Medium für Senioren ist. Das Buch bietet, anders als beispielsweise beim Fernsehen oder Hörfunk die Möglichkeit für den Nutzer, die Informationsgeschwindigkeit selbst zu bestimmen. Im Handbuch Alt Plus Minus wird der Umgang mit analogen und digitalen Kommunikations– und Informationsformen gegenüber gestellt. Dabei stehen nicht erklärende Texte im Vordergrund, sondern eine greifbare Bildsprache, um die Inhalte zu transportieren, denn viele Inhalte lassen sich mit Hilfe von Bildern einfacher verstehen. Die greifbare Bildsprache bedient sich Schaubildern, welche sich aus Piktogrammen zusammen setzen. Diese sind für die Nutzergruppe verständlich und wurden von mir in regelmäßigen Arbeitsschritten evaluiert.

Um das Buch als ein Nachschlagewerk benutzen zu können, habe ich jede Plattform mit einer Registerkarte und einem eigenen Icon versehen. Somit ist ein schneller Zugriff je nach Interesse möglich. Die Erläuterung jeder Plattform beginnt mit einem Ereignis aus der Vergangenheit und schafft somit einen individuellen emotionalen Bezug. Diese Seiten können auf– und zugeklappt werden. Dies verdeutlicht, dass jede Form der digitalen Kommunikation auf einer entsprechenden analogen aufbaut.

Die Inhalte, die für die Erläuterung der digitalen Kommunikation

verwendet wurden, basieren auf der Zusammenarbeit mit den Senioren und beinhalten deren Hobbies oder Interessen und Bedürfnisse. Um die Gegenüberstellung des analogen und digitalen Umgangs mit Kommunikation deutlicher zu visualisieren, wurden unterschiedliche grafische Elemente verwendet.

Für die Darstellung der analogen Kommunikation habe ich ein blaues Papier gewählt. Text und Bild werden in Graustufen abgebildet.

Die Darstellung der digitalen Kommunikation erfolgt auf weißem Papier. Hier werden Text und Bild im Vierfarb-Druck eingesetzt. Ein weiterer grafischer Unterschied liegt in der Auswahl der Schriften und einem grünen Farbcode, der für die digitale Kommunikation steht.