Workshop Kapitalismus _

Joel Baumann, Gabriele Franziska Götz, Nils Arne Kässens

 

 

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Gabriele Franziska Götz

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Walter Benjamin hat den Kapitalismus als eine Religion ohne Theologie und Dogma beschrieben, als einen Kult, der permanent andauert. Er war fasziniert vom Wechselspiel zwischen moralischer Schuld und finanzieller Verschuldung in der Ökonomie – und von der Idee, dass der Kapitalismus insgeheim darauf hofft, einen abwesenden Gott durch grenzenlose Steigerung eigener Verschuldung für das Projekt der finalen Erlösung zu interessieren. Heute ist es der Staat, der nach Jahren strategischer Abwesenheit wieder gewonnen werden soll für das Projekt der Erlösung, der Befreiung von Schulden durch Selbstverschuldung. Insofern kann man den modernen Kapitalismus immer noch „göttlich“ nennen.  – Kulturwissenschaftler Thomas Macho