Transiträume in der Stadt. Interdisziplinäre Forschungswerkstatt _

Mechthild Bereswill, Gabriele Franziska Götz

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Gabriele Franziska Götz

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Gemeinsam mit Studierenden der Kunsthochschule und Studierenden des Fachbereichs Humanwissenschaften führen wir eine Feldforschung im städtischen Raum durch. Im Mittelpunkt des sozialwissenschaftlich und gestalterisch angelegten Projekts steht die gemeinsame Erkundung des öffentlichen Raums mit Hilfe von offenen Untersuchungsmethoden und in Auseinandersetzung mit theoretischen und künstlerischen Positionen. Die Untersuchung des öffentlichen Raums wird am Beispiel der Kasseler Bahnhöfe konkret, deren Gesicht sich während der Documenta in 2012 sehr verändern wird.

Unser Untersuchungsinteresse zielt auf die Rekonstruktion der Wechselbezüglichkeit von sozialem Handeln und räumlichen Strukturierungen des Urbanen. Dabei werden nicht nur die Begegnungen zwischen Menschen, sondern auch die Bedeutung von Zeichensystemen und Repräsentationen, die den öffentlichen Raum gestalten, untersucht. So ergibt sich die Chance, neue Blicke auf alt bekannte Phänomene und räumliche Anordnungen zu gewinnen und diese auch in einer neuen Form zu thematisieren. Die gemeinsame Lektüre wissenschaftlicher Texte zum öffentlichen Raum und zum Verhältnis von Raumgestaltung und sozialer Ordnung sowie die Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen und Strategien im öffentlichen Raum werden den Forschungsprozess begleiten. Hinzu kommt die Reflexion auf die zum Einsatz gelangenden Forschungsmethoden und Dokumentationsmöglichkeiten der Ergebnisse.

Der Arbeitsprozess basiert auf einer gemeinsamen Forschungsaktivität in kleinen Gruppen von Studierenden der unterschiedlichen Disziplinen. Ziel ist die Erstellung eines Forschungsberichts, der die Verknüpfung unserer unterschiedlichen Zugänge erlaubt und öffentlich vorgestellt werden wird. In der Abschlussphase des Projekts wird ein Intensiv-Workshop geplant, bei dem die Gelegenheit geboten wird, die Erfahrungen mit der interdisziplinären Arbeit zu reflektieren und ausgewählte Ergebnisse der Arbeit mit externen Gästen zu diskutieren. Abschließend publizieren wir ausgewählte Ergebnisse, die in den Teams erarbeitet wurden.

 

Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, alle Schritte eines Forschungsprozesses gemeinsam zu durchlaufen. Im Vordergrund des Lernprozesses stehen die Erarbeitung eigener Fragestellungen und ihre Umsetzung in konkrete Arbeitsschritte. Erwartet werden die Bereitschaft zur intensiven Teamarbeit, zu einem experimentellen Umgang mit Methoden und Denkansätzen auch aus der jeweils anderen Disziplin und eine verbindliche Teilnahme über zwei Semester. ( Sommer 2012 – Wintersemester 2012/13)